2020: ein Jahr der Krise – ein Jahr der Kreativität

Dez 13, 2020Corona-Krise, Kreativität

Die Goldenen Zwanziger, da waren sie wieder. Für viele von uns sollte 2020 der Beginn eines neuen vielversprechenden Jahrzehnts sein, mit Hoffnungen, Plänen und gefüllten Terminkalendern.

Wir lebten schon länger in einer Zeit voller Veränderungen: wirtschaftliche und globale Unsicherheit, politische Neuausrichtungen, zunehmende Komplexität, Digitalisierung und Klimawandel. Doch dann kam die Pandemie. Ein Virus, der Grenzen überschreitet und weltweit für Chaos sorgt. „Business as usual“ gibt es nicht mehr, viele Firmen sind dadurch ins Straucheln geraten, Unternehmerinnen versuchen ihr Geschäft diesen schwierigen Zeiten anzupassen und einige sind trotzdem gefallen.

Doch jede Krise bietet Spielraum für neue Ideen und bringt die Chance für Kreativität!

Umbrüche sind ganz normal

Krisen, Veränderungen, Chaos: Diese Dinge gehören zu unserem Leben. Aber der Mensch an sich liebt Gewohnheiten und steht Umbrüchen eher skeptisch gegenüber – besonders den aufgezwungenen, die wir nicht selbst initiiert haben.

Warum fällt es uns so schwer, Unvorhergesehenes anzunehmen?

In unserer heutigen Zeit und insbesondere in der westlichen Kultur unterliegen wir der Erzählung des linearen Lebens. Diese Sicht des stetig bergaufgehenden Lebens wird uns von klein auf beigebracht. Jeder macht in etwa dasselbe in seinen 20ern, 30ern und 40ern durch. Jeder hat eine Midlife-Crisis, die mit ca. Mitte 50 überstanden ist. Wir haben diese Erzählung so internalisiert, dass wir aufbegehren, wenn Unvorhergesehenes eintritt. Aber diese Linearität ist nichts als ein Mythos, denn Umbrüche und Krisen erfahren wir unser Leben lang, immer und immer wieder. Sie sind genauso Teil wie Erfolg und Glück.
In der Antike zum Beispiel gingen die Menschen vom Leben in Zyklen aus, in dem die verschiedenen Phasen wie Jahreszeiten aufeinanderfolgen:
Im Sommer blüht es, der Herbst bringt Veränderungen, Dinge reifen und verfallen und der Winter ist eine Phase des Rückzugs, des Absterbens, auf die wiederum eine Phase des Sprießens folgt.

In herausfordernden Zeiten brauchst es eine kreative Antwort

 Jede eintretende Veränderung oder Krise ruft uns dazu auf, unser Leben und unsere Unternehmungen neu zu erfinden. Auch die Pandemie 2020 zwingt Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen und Arbeitnehmerinnen dazu, ihre Planungen, Projekte und Konzepte infrage zu stellen und neu zu definieren. Kreativität ist hier das Werkzeug zum Erfolg, wobei die Antwort auf den Notstand je nach Business unterschiedliche Formen annehmen kann: Du entwickelst ein neues Produkt, das plötzlich gebraucht wird oder eine neue Dienstleitung. Du veränderst deinen unternehmerischen Prozess oder die Art des Angebots. Du schließt dein Unternehmen, weil es den Zeiten nicht standhält, um dann etwas völlig Neues zu wagen.

1. Beispiel: Das Desinfektionsmittel „Desi-Gin“

Als die Manufakturchefin eines Kräuterlikörs aus Bad Homburg zu Beginn der Pandemie herkömmliche Desinfektionsmittel benutzte, kam sie auf die Idee, den Kräuteransatz für den hauseigenen Likör mit Ethanol zu einem besonders starken Gin zu verarbeiten. Heute verschickt die Manufaktur den Hochprozenter deutschlandweit als wirksames Desinfektionsmittel, das sogar trinkbar ist! Auf diese Weise gelingt es dem Unternehmen, die entgangenen Einnahmen von Volksfesten und Gastronomiekunden zu kompensieren.

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2. Beispiel: Die britische Restaurantkette „Six by Nico“

Vor der Pandemie bot die Kette in ihren Locations exotische Menüs aus aller Welt an, doch mit dem Lockdown kamen die Umsatzeinbußen. Schnell entwickelten die Restaurants ein neues Verkaufskonzept: Home by Nico. Ein wechselndes Abendessen-Menü für zu Hause. Geliefert werden alle Zutaten plus Weinempfehlung, Käseauswahl und Rezeptanleitung. Dazu gibt es auf der Website Masterclass-Videos und Online-Workshops, die zeigen, wie das Essen auf den Tellern perfekt angeordnet oder Wein professionell ausschenkt wird uvm. – die eigene Küche wird so zum neuen Lieblingsrestaurant. Mittlerweile bietet das Unternehmen seinen Service englandweit an und die wöchentlich wechselnden Menüs sind jeden Freitag bereits Minuten nach der Veröffentlichung ausverkauft.

Beide Unternehmen haben das Chaos und die Schwierigkeiten, die die Pandemie ihnen beruflich stellte, nicht als Bedrohung gesehen, vielmehr haben sie die Herausforderung angenommen und jeweils auf ihre Art kreativ und erfolgreich darauf reagiert.

Deine Superkraft in der Krise: Kreativität

Kreativität als Resilienzfaktor

Die amerikanische Erfolgsautorin Elizabeth Gilbert beschäftigt sich in ihren Texten häufig mit der Thematik der Kreativität. Sie sagt, dass das, was uns resilient, also widerstandsfähig macht, ein Zustand des Erschaffens sei. Es gibt laut Gilbert nichts Gesünderes, als kreativ zu sein – etwas, das wir besonders in Zeiten eines bedrohlichen Virus beherzigen können.

Kreativität als Bollwerk gegen Ohnmacht

Instinktiv haben wir es alle getan: Wir haben in der Krise Brot gebacken, gemeinsam auf den Balkonen gesungen, Regenbögen gemalt und diese in Fenster gehängt: Wir alle sind kreativ geworden, denn Kreativität schafft Ordnung im Chaos und gibt der beängstigenden Situation einen Sinn.

Eines der effektivsten Mittel dafür ist das kreative Schreiben: James Pennebaker, Psychologie-Professor an der Universität Texas, führte eine Studie mit zwei Probandengruppen in Stresssituationen durch. Eine Gruppe betrieb täglich freies Schreiben, die andere nicht. Ergebnis der Studie: Menschen, die während einer schwierigen Phase schreiben, entwickeln einen größeren Einblick in ihre Emotionen und zeigen ein gestärktes Immunsystem. Außerdem wurden Personen, die ihre Arbeit verloren hatten, schneller wieder eingestellt: In 5 Monaten hatten 57 % der Schreibenden einen neuen Job, dreimal so viele wie in der Kontrollgruppe.

Kreatives Schreiben bedeutete für die Probandinnen, die Kontrolle über ihre eigene Geschichte zurückzugewinnen und sich trotz der Umstände als selbstwirksam zu erleben. Es ermöglichte ihnen nach vorn zu sehen und ihren beruflichen Weg neu zu gestalten.

Kreativität als scharfes Schwert im Kampf gegen die (Existenz-)Angst

Dieses Jahr verlangt von uns, die eigene (Unternehmens-)Geschichten neu zu erzählen. Es gibt viele Beispiele von Menschen, die gerade dabei sind, dies zu tun oder es schon getan haben:

Die Engländerin Susie Middleton zum Beispiel, die als Verkaufsleiterin für einen Reiseveranstalter arbeitete, als sie aufgrund der Pandemie freigestellt wurde. Zwei Monate später, und nach 15 Jahren in der Reiseindustrie, realisierte sie, dass sich die Arbeitswelt in ihrer Branche nachhaltig veränderte. Sie entschied sich zu kündigen und Projektmanagerin zu werden.

Ihre Annahme: Viele Menschen, die während des Lockdowns von zu Hause arbeiteten, würden dies nach der Pandemie fortführen. Das wiederum wird neue Herausforderungen für die Verwaltung der sogenannten „Remote“-Mitarbeiterinnen und die Organisation flexibler Arbeitspläne mit sich bringen. „Sie werden Projektmanagerinnen brauchen, und ich möchte bereit sein, mich darauf einzulassen“, sagt Middleton.

„Ich habe das Gefühl, dass alles anders sein wird, wenn wir aus der Pandemie hervorgehen. Jeder wird seine Arbeitsweise verändern.“

Susie Middleton, angehende Projektleiterin

Mit dieser Annahme könnte sie recht behalten: Laut einer „Spiegel“-Umfrage mit 30 großen DAX Unternehmen berichten die meisten von einer gesteigerten Produktivität ihrer Mitarbeiterinnen im Homeoffice. Das solle daher – auch nach der Pandemie – noch häufiger eingesetzt werden. Das Ziel sind hybride Arbeitskonzepte, also individuelle Mischformen aus Büropräsenz und mobilem Arbeiten. Die Work-Life-Balance wird sich so für viele in Zukunft völlig neu gestalten.

Die Liste an kreativen Ideen, mit denen Unternehmerinnen und Freischaffende in diesem Jahr auf Umbrüche, Krisen und Unsicherheit antworteten, ist lang – und inspirierend: Da ist das Ehepaar aus der Hotelbranche, das sein Unternehmen aufgeben musste und aus dem Nichts einen florierenden Online-Vintage-Kleider-Shop eröffnete. Die Privatuni, die komplett auf digitales Lernen umstellte und damit erfolgreicher ist als je zuvor. Der Kinder-Schuhladen, der im Lockdown seine Schuhe auf einer Ponywiese anprobieren lies und so den Schuhkauf mit einem „Ponyhof-Erlebnis“ verband.

All diese Unternehmerinnen setzten der Angst ihre Kreativität entgegen. Die vielleicht beste Waffe, die wir haben.

2020 als Chance für Veränderungen

Dieses Jahr hat offengelegt, wie verletzlich wir und unsere Arbeitswelten wirklich sind. Aber Verletzlichkeit ist auch eine Stärke: Denn sie ist, wie der britische Autor und Erziehungswissenschaftler Ken Robinson einmal sagt, die Geburtsstätte von Innovation, Kreativität und Veränderung.

Lasst uns dieser herausfordernden Situation also weiterhin mit Kreativität und Innovationen begegnen. Was immer es jetzt braucht, um das Projekt, ein Unternehmen oder den eigenen Neustart zu entwickeln: Wir von Frischkopf stehen dir zur Seite, denn wir glauben fest an die Macht der Kreativität und daran, dass in dieser besonderen Zeit brillante Inspirationen zu finden sind.

Gemeinsam können wir die Covid-19-Phase als Chance begreifen, um noch mehr Ideen und kreative Lösungen zu finden, die die Welt zum Guten verändern!

Bleib frisch im Kopf!

Deine Jeannine

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